Reselling Sourcing: was du auf Kleinanzeigen, eBay und AutoScout24 findest
Sourcing heißt: Ware finden und einkaufen, bevor du sie weiterverkaufst. Online passiert das auf drei Marktplätzen, die sehr verschieden ticken. Auf dem einen verkaufen Privatleute nach Gefühl, auf dem anderen Händler mit festen Preisen, auf dem dritten stehen Autos mit harten Daten. Wir haben eine Woche lang verglichen, was dort eingestellt wird: 209.284 Inserate von Kleinanzeigen und 21.760 von eBay.
- 9 Minuten Lesezeit
- Datenstand 04.10.2026
- Echte Inserate, keine Schätzung
Für Reseller: Kleinanzeigen, eBay und AutoScout24 automatisch überwachen.
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- 231.044Inseratevon Kleinanzeigen und eBay, 27.09. bis 03.10.2026, jedes Inserat einmal gezählt
- 36 %mit VBder Kleinanzeigen-Inserate stehen auf Verhandlungsbasis
- 50 %Vielverkäuferder eBay-Treffer stammen von Verkäufern mit über 1.000 Bewertungen
Drei Marktplätze, drei Arten einzukaufen
Die drei Marktplätze unterscheiden sich weniger in der Ware als darin, wer verkauft und wie der Preis entsteht. Genau daran hängt, wie du dort einkaufst.
Kleinanzeigen
- Wer verkauft
- Vor allem Privatleute, dazu kleine Händler
- Preisform
- Festpreis oder Verhandlungsbasis: 36 % der Inserate tragen „VB“
- Übergabe
- Abholung vor Ort oder Versand, je nach Verkäufer
- Angaben im Inserat
- Freitext und Fotos, Qualität schwankt stark
- Stärke fürs Sourcing
- Preise nach Gefühl, viel Verhandlungsspielraum
eBay
- Wer verkauft
- Privat und Gewerbe gemischt. Jeder zweite Treffer kommt von Verkäufern mit über 1.000 Bewertungen
- Preisform
- Sofort-Kaufen, bei 39 % zusätzlich mit Preisvorschlag, dazu Auktionen
- Übergabe
- Versand ist der Normalfall, bei jedem fünften Treffer kostenlos
- Angaben im Inserat
- Zustand als festes Feld, Bewertungsprofil des Verkäufers
- Stärke fürs Sourcing
- Große Auswahl, vergleichbare Ware, bundesweit ohne Fahrerei
AutoScout24
- Wer verkauft
- Autohäuser, freie Händler und Privatanbieter, als Anbietertyp ausgewiesen
- Preisform
- Fester Angebotspreis je Fahrzeug
- Übergabe
- Besichtigung und Abholung beim Anbieter
- Angaben im Inserat
- Feste Fahrzeugdaten: Erstzulassung, Kilometer, Leistung, Getriebe, Kraftstoff
- Stärke fürs Sourcing
- Fahrzeuge lassen sich über harte Daten vergleichen
Prozentwerte aus unserer Auswertung, siehe Methode. Die Angaben zu AutoScout24 beschreiben den Aufbau des Marktplatzes, eigene Zahlen liegen uns dazu nicht vor.
Marktplätze sind nur eine von mehreren Quellen. Flohmärkte, Retouren-Paletten und Großhandel vergleicht der Guide Reseller werden: Wo du günstig Ware findest.
Kleinanzeigen: Privatverkäufer und Verhandlungsbasis
Kleinanzeigen ist der Marktplatz der Privatleute. Wer hier inseriert, will meist etwas loswerden und setzt den Preis nach Gefühl. In unserer Woche standen 36,4 % der 209.284 Inserate auf Verhandlungsbasis, 98 % hatten mindestens ein Foto. Die Preise verteilen sich so:
- unter 50 €41,1 %
- 50 bis 499 €37,1 %
- 500 bis 4.999 €20,3 %
- ab 5.000 €1,4 %
Anteil an 161.106 Inseraten mit genanntem Preis. Die Mitte liegt bei 80 €, die Hälfte aller Preise zwischen 20 und 450 €.
- Vier von zehn Inseraten kosten unter 50 €. Kleinanzeigen ist damit der Marktplatz für kleine Einsätze und viele Versuche.
- Jedes fünfte Inserat liegt zwischen 500 und 4.999 €. Hier steckt pro Kauf mehr Geld, aber auch mehr Spielraum beim Verhandeln.
- Abholung schreckt viele Käufer ab. Sperrige oder schwere Ware bleibt deshalb länger stehen und geht günstiger weg.
- Die Qualität der Inserate schwankt. Ein unscharfes Foto und ein Titel ohne Modellnummer sind oft der Grund, warum ein gutes Angebot niemand findet.
Wie du bei „VB“ den Preis drückst, ohne den Verkäufer zu verärgern, steht im Guide Kleinanzeigen verhandeln. Schrott-Treffer hältst du mit den Filter-Strategien draußen.
eBay: Händlerware mit Preisvorschlag
Auf eBay ist die Ware vergleichbarer: Der Zustand ist ein festes Feld, jeder Verkäufer hat ein Bewertungsprofil, und fast alles wird verschickt. Von den 21.760 Treffern unserer Woche waren 53 % gebraucht und 39 % neu oder neuwertig. Die Mitte der Preise lag bei 23 €, also deutlich unter Kleinanzeigen. Auf eBay läuft viel Kleinware.
Wer hinter den Angeboten steht
- unter 100 Bewertungen22,2 %Gelegenheitsverkäufer, oft privat
- 100 bis 99928,2 %Vielverkäufer und kleine Händler
- 1.000 bis 9.99926,3 %Händler
- ab 10.00023,3 %große Händler
eBay-Treffer nach Zahl der Bewertungen des Verkäufers, 20.856 Treffer mit Angabe. Die Deutung ist unsere Einordnung, eBay weist die Zahl aus, nicht den Verkäufertyp.
- Nur gut jeder fünfte Treffer kommt von einem Verkäufer mit weniger als 100 Bewertungen. Dort sitzen die Privatleute, die ihren Preis nicht am Markt ausrichten.
- Bei 42 % der gebrauchten Artikel ist ein Preisvorschlag möglich. Das ist die Verhandlungsbasis von eBay, nur mit Knopf statt Nachricht.
- Kostenloser Versand ist bei gebrauchter Ware selten (9 %), bei Neuware häufig (31 %). Rechne den Versand immer in den Einkaufspreis ein.
- Unsere eBay-Suche erfasst Angebote mit Sofort-Kaufen. Knapp 6 % davon laufen zusätzlich als Auktion.
Wie du Auktionen kurz vor Schluss gewinnst, ist ein eigenes Thema im Guide eBay-Auktionen gewinnen. Wie der Alert für neue Sofort-Kaufen-Angebote arbeitet, zeigt die Seite eBay Alert.
AutoScout24: Autos mit festen Daten
Bei Fahrzeugen entscheidet nicht das Foto, sondern die Zahl dahinter. AutoScout24 führt Erstzulassung, Kilometerstand, Leistung, Getriebe und Kraftstoff als feste Felder und weist aus, ob ein Händler oder ein Privatanbieter verkauft. Du kannst die Suche auf genau die Fahrzeuge eingrenzen, die du beurteilen kannst.
Autos von Privat findest du auch auf Kleinanzeigen, und dort wird noch häufiger verhandelt: In den Autosuchen unserer Nutzer standen 55 % von 964 Inseraten auf Verhandlungsbasis, gegenüber 36 % im Schnitt aller Kategorien. Wer Fahrzeuge sourct, beobachtet deshalb beide Marktplätze. Mehr dazu auf den Seiten Gebrauchtwagen-Alert und SnipingTool für Autohändler. Was Formulierungen wie „ohne TÜV“ oder „Export“ über den Preis verraten, steht im Lexikon der Auto-Inserate.
Wann neue Inserate erscheinen
Die beiden Marktplätze haben einen unterschiedlichen Tagesrhythmus. Kleinanzeigen läuft von 11 bis 17 Uhr auf einem gleichmäßigen Hoch, eBay hat eine klare Mittagsspitze und eine zweite Welle am frühen Abend.

- eBay: 10,5 % aller Inserate erscheinen zwischen 12 und 13 Uhr, weitere 7,4 bis 8,1 % je Stunde zwischen 17 und 20 Uhr.
- Kleinanzeigen: von 11 bis 17 Uhr kommen je Stunde 7,1 bis 7,5 %, ohne einzelne Spitze.
- Zwischen 1 und 6 Uhr erscheinen auf beiden Marktplätzen nur rund 2 % der Inserate.
Für Kleinanzeigen gibt es die Auswertung genauer, nach Kategorie und mit Empfehlungen für Verkäufer: Beste Uhrzeit für Kleinanzeigen.
Was du wo findest
Aus den Unterschieden folgt eine einfache Arbeitsteilung. Sie ersetzt keine Marktkenntnis, zeigt aber, wo du mit welcher Ware anfängst.
Beispiele für einzelne Nischen: der Guide Gaming-PC flippen mit Angebotspreisen je Grafikkarte und Vintage Reselling mit den Suchen, die sich lohnen.
Eine Routine über alle drei Marktplätze
Sourcing wird planbar, wenn du nicht mehr suchst, sondern dir neue Inserate zuschicken lässt. So baust du das auf:
- 1Eine Ware, zwei MarktplätzeLege dieselbe Suche auf Kleinanzeigen und auf eBay an, bei Fahrzeugen zusätzlich auf AutoScout24. Du siehst mehr Angebote und merkst schneller, welcher Preis üblich ist.
- 2Die Preisgrenze gehört in den LinkStelle Kategorie, Begriff und Höchstpreis direkt auf dem Marktplatz ein und kopiere den Link aus der Adresszeile. Alles über deiner Grenze kommt gar nicht erst an.
- 3Privat und Händler trennenAuf Kleinanzeigen und AutoScout24 über den Anbieter-Filter, auf eBay über die Zahl der Bewertungen, die in jedem Treffer steht.
- 4Alle Treffer in einen KanalAlles kommt per Telegram: Ein neues Inserat ist eine Nachricht mit Bild, Preis, Ort und Link, egal von welchem Marktplatz.
- 5Verkaufen, wo die Käufer sindLokal auf Kleinanzeigen eingekauft und mit Versand auf eBay verkauft erreicht mehr Käufer. Umgekehrt geht Sperriges lokal besser weg.
Wie oft geprüft wird
Ob sich ein Treffer rechnet, entscheidest du in Sekunden. Die Formel dafür und ein Beispiel für zehn parallele Suchen findest du im Reseller-Workflow, alle Pläne im Preisvergleich.
So haben wir gezählt
- Zeitraum: 27. September bis 3. Oktober 2026, sieben Tage.
- Quelle: Inserate, die die Suchen unserer Nutzer in diesem Zeitraum erfasst haben. Jedes Inserat einmal gezählt: 209.284 von Kleinanzeigen, 21.760 von eBay.
- Preise sind Angebotspreise aus dem Inserat, bei „VB“ die genannte Zahl. Verkaufspreise sehen wir nicht.
- eBay: Zustand, Angebotsformat, Versand und Bewertungszahl stammen aus den Angaben von eBay zum Angebot. Erfasst werden Angebote mit Sofort-Kaufen, reine Auktionen fehlen.
- AutoScout24: In dem Zeitraum lief keine Suche auf AutoScout24, deshalb nennen wir dazu keine Zahlen. Die Auto-Werte stammen aus 964 Kleinanzeigen-Inseraten der Autosuchen.
- Grenzen: Die Stichprobe zeigt, wonach unsere Nutzer suchen, nicht den ganzen Marktplatz. Anteile können je Kategorie deutlich abweichen.
Häufige Fragen zum Sourcing
Was bedeutet Sourcing im Reselling?
Sourcing, eingedeutscht „sourcen“, heißt Ware beschaffen: Angebote finden, bewerten und einkaufen, bevor du sie weiterverkaufst. Online läuft das vor allem über Marktplätze wie Kleinanzeigen, eBay und für Fahrzeuge AutoScout24. Wer dort früher als andere von einem guten Inserat erfährt, kauft günstiger ein.
Ist Kleinanzeigen oder eBay besser zum Sourcen?
Beide, für Verschiedenes. Auf Kleinanzeigen verkaufen vor allem Privatleute, 36 % der Inserate stehen auf Verhandlungsbasis, und vieles gibt es nur bei Abholung. Das hält die Konkurrenz klein. Auf eBay ist die Ware vergleichbarer und wird verschickt, dafür stammt jeder zweite Treffer von einem Verkäufer mit über 1.000 Bewertungen, also meist von einem Händler. Die meisten Reseller lassen dieselbe Suche auf beiden Marktplätzen laufen.
Kann man auf eBay verhandeln?
Ja, über den Preisvorschlag. In unserer Auswertung bieten 39 % der eBay-Treffer diese Möglichkeit an, bei gebrauchter Ware sind es 42 %. Du schickst einen Betrag, der Verkäufer nimmt an, lehnt ab oder macht ein Gegenangebot. Den Preisvorschlag kannst du in der eBay-Suche als Filter setzen.
Eignet sich AutoScout24 zum Sourcen von Autos?
Ja, wenn du Fahrzeuge nach harten Daten einkaufst. AutoScout24 führt Erstzulassung, Kilometerstand, Leistung, Getriebe, Kraftstoff und den Anbietertyp als feste Felder, die Suche lässt sich darauf eingrenzen, zum Beispiel auf Privatanbieter. Eigene Zahlen zu AutoScout24 haben wir in dieser Auswertung nicht.
Wann erscheinen die meisten neuen Inserate?
Auf Kleinanzeigen verteilt es sich gleichmäßig: Zwischen 11 und 17 Uhr kommen je Stunde 7,1 bis 7,5 % aller Inserate. Auf eBay gibt es eine klare Spitze um 12 Uhr mit 10,5 % und eine zweite Welle von 17 bis 19 Uhr. Nachts erscheint auf beiden Marktplätzen fast nichts.
Wie bekomme ich neue Inserate von allen drei Marktplätzen sofort mit?
Mit einem Alert je Suche. Du stellst die Suche auf dem Marktplatz ein, kopierst den Link und fügst ihn bei SnipingTool ein. Kleinanzeigen und AutoScout24 prüft der Bot im Takt deines Plans, bis zu alle 30 Sekunden. eBay ist ab dem Starter-Plan dabei und wird höchstens alle 5 Minuten geprüft. Jeder Treffer kommt per Telegram.
Neue Angebote sehen, bevor andere schreiben
Lege eine kostenlose Suche an und bekomme jedes neue Inserat per Telegram. Den Suchlink kopierst du einfach vom Marktplatz.
Eine Kleinanzeigen-Suche ist dauerhaft kostenlos. eBay ab Starter
